Die Deutsche Bahn schiebt Marzahn-Hellersdorf auf die lange Bank

Die Deutsche Bahn war zu Gast im Bezirksausschuss für Mobilität. Es wurde offenkundig, dass die Maßnahmen im Bezirk keine hohe Priorität genießen und viel erst in den 2030er Jahren angegangen werden soll. Das ist besonders bedauerlich, weil sich bei vielen das Gefühl breit macht, an anderen Stellen werden Shopping Malls in Bahnhöfen oder sogenannte „Zukunftsbahnhöfe“ gebaut und hier im Bezirk sieht der Bahnhof teils noch aus wie zur Wende.

Taktgeber sei die Senatsverkehrsverwaltung – so jedenfalls die Deutsche Bahn. Deswegen: Um im Bezirk schneller voranzukommen, hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf meine Initiative hin gemeinsam mit der Linksfraktion und der SPD einen Antrag eingereicht, um die Senatsverkehrsverwaltung aufzufordern, die bezirklichen Maßnahmen zu priorisieren. Dabei sollen die folgenden Maßnahmen priorisiert werden:

– unmittelbare Sanierung des Daches am Bahnhof Springpfuhl

– Realisierung eines zweiten Bahnsteigs als Vorbereitung der Nahverkehrstangente (NVT)

– zügige Planungen der NVT

– beschleunigte Umsetzung des südlichen Ausgangs am Bahnhof Kaulsdorf

– Schaffung eines barrierefreien Ausgangs auf der Westseite des Bahnhofs Raoul-Wallenberg-Straße

– Realisierung einer getrennten Verkehrsführung für den Radverkehr am Bahnünergang des S-Bhf. Biesdorf

– Bau eines Ersatzquartiers für die Stadttauben am S-Bhf. Ahrensfelde

– Wiederherstellung des südlichen Zugangs am S-Bhf. Marzahn

 

Leider wurde der Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung von der CDU und der AfD in den Ausschuss versenkt. Ich hoffe, dass er nicht abgeschwächt wird und wir den Druck gegenüber der Senatsverwaltung mit einem Beschluss im Bezirksparlament erhöhen können. Dazu halte ich selbstverständlich auf dem Laufenden.

 

veröffentlicht am 05.03.2026