Gegen den Bezirkswunsch: Planungen für Bebauung schreiten voran

Mit einer aktuellen Anfrage habe ich mich beim Bezirksamt zu dem Stand der Bebauung des Grundstücks am Buckower Ring 54 erkundigt. Der Antwort nach befindet sich das Vorhaben bei der GESOBAU AG in der Planungsphase. Ein offizieller Bauantrag liegt noch nicht vor.

Auf die Frage wie die Anwohnerschaft in die Planungen einbezogen wird, wurde nur eine Infoveranstaltung der GESOBAU in Aussicht gestellt.

Wir erinnern uns: Die Bezirksverordentenversammlung hatte auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, dass das Grundstück als Grünfläche gesichert werden soll.

Das Bezirksamt stellt in der Antwort auf meine Anfrage klar, dass die Senatskomission entgegen dem Bezirkswunsch entschieden hat. Man versicherte nur, dass der Bezirk gegenüber dem Vorhabenträger darauf hinwirken möchte, dass insbesondere in Bezug auf Kubatur und Lage der Bebauung der angrenzende Landschaftsraum berücksichtigt wird.

Den genauen Wortlaut der Antworten auf meine Anfrage können Sie hier nachlesen:

Zum Grundstück Buckower Ring 54

Frage 1: Wie ist der Stadt zu Umsetzung etwaiger Baumaßnahmen auf dem o.g. Grundstück?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich das Vorhaben bei der GESOBAU AG in der Planungsphase. Ein Bauantrag liegt dem Bezirk noch nicht vor.

Frage 2: Welche Möglichkeiten hat die Anwohnerschaft auf die geplante Bebauung Einfluss zu nehmen?

Es ist vorgesehen, dass durch die GESOBAU AG als Vorhabenträgerin eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt wird, um die Nachbarschaft über das Vorhaben und die voraussichtlichen Auswirkungen zu informieren.

Frage 3: Wie wir die Beschlusslage der BVV berücksichtigt?

Das Bezirksamt hatte die Prüfung der Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des Ökokontos bei der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen beantragt. Die Entscheidung der Senatskommission erfolgte trotz der Einwände des Bezirkes zu Gunsten des Wohnungsneubaues aufgrund des bestehenden Wohnraumbedarfes. Der Bezirk konnte jedoch durchsetzen, dass hier die Errichtung besonderer Wohnformen erfolgt, so dass durch den Wohnungsneubau die Infrastruktur wie Schule und Kindergarten nicht zusätzlich belastet wird. Darüber hinaus wirkt der Bezirk gegenüber der GESOBAU AG darauf hin, dass hier eine dem Ort angepasst Bebauung geplant wird, die insbesondere in Bezug auf Kubatur und Lage der Bebauung auf dem Grundstück den angrenzenden Landschaftsraum berück-sichtigt.

 

veröffentlicht am 01.08.2025