Neubaupläne rund um den Helene-Weigel-Platz werden immer abenteuerlicher

Im Rahmen einer Sitzung des Stadtentwicklungs-Ausschusses im Bezirk haben die Investoren, die rund um den Helene-Weigel-Platz Bauprojekte planen, ihre Ideen vorgestellt. Man würde „den Kiez fertig bauen“ und „eine Art Stadtmauer aufgreifen“. Ehrlich gesagt konnte ich da kaum freundlich bleiben.

Die Unwissenheit der Architekten zeigte sich darin, dass sie die Ähren des Wappens, die sich in der Struktur des alten Rathauses zeigen, als Gabeln zu erkennen glaubten. Keinerlei Aussagen konnte man tätigen zu der Frage, welche Bedarfe die Nachbarschaft selbst sieht. Von mangelnden Arztpraxen, vollem ÖPNV und fehlenden Parkmöglichkeiten war keine Rede. Im Anschluss an die Sitzung wurde öffentlich, dass es für die Pläne rund um das Kino Sojus aktuell kein landeseigenes Wohnungsunternehmen gibt, welches dort ein Interesse am Erwerb der Wohnungen hat.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im September ändern und hier eine klare Absage an die Investoren erteilt wird. Neubau: Gerne. Umnutzung von Büros in Wohnraum: Auch gerne. Verdichtung ohne Rücksicht auf Verluste und zu Lasten der heute hier lebenden Menschen? Nein, danke.

 

veröffentlicht am 04.07.2026