Elsterwerdaer Platz

Elsterwerdaer Platz – lebenswerter Aufenthaltsort statt grauer Betonpiste

Wir erleben in Berlin durch die Folgen der Klimakrise immer länger anhaltende Trocken- und Hitzeperioden im Sommer.

Beton und Asphalt heizen sich besonders auf Plätzen stark auf. Der Elsterwerdaer Platz ist wie aus der Zeit gefallen. Die Gestaltung des Platzes widerspricht allem, was wir bei der heutigen Freiraumplanung beachten um lebenswerte Orte zu schaffen.

Wir möchten auch zukünftig einen Aufenthalt im Freien auf Stadtplätzen erträglich gestalten. Dazu ist schon heute wichtig unsere Plätze fit zu machen für die Zukunft.

Unter dem Elsterwerdaer Platz ist eine im Hinblick auf die Gesamtfläche kaum genutzte Tiefgarage. Oben befindet sich eine vollkommen versiegelte Fläche, welche durch inzwischen abgestorbene Bäume gesäumt ist. Die Bäume wurden in große Pflanzgefäße eingelassen, um die darunter liegende Tiefgarage nicht zu beschädigen. Unzählige Bäume sind bereits vor geraumer Zeit gestorben und wurden nie ersetzt.

 

Wie kann der Elsterwerdaer Platz in Zukunft aussehen?

Die derzeitigen Besitzverhältnisse machen eine Entsiegeln des Platzes kaum möglich. Der Bezirk kann jedoch auf die Gestaltung des Platzes Einfluss nehmen: Der Platz kann mit Stadtmobiliar, wie Sportgeräten und Pflanztrögen ausgestattet werden. Es sollte geprüft werden, ob Teilbereiche auch für gemeinschaftliches Gärtnern zur Verfügung gestellt werden können. Die Erfahrungen mit Gemeinschaftsgärten in unserem Bezirk lehrt uns, dass sich so grüne Oase für die Nachbarschaft entwickeln können. Gemeinschaftsgärten in anderen Bezirken wurden mitunter gar auf Apshaltflächen mit Hochbeeten errichtet und erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit.

Wenn wir uns eine Zukunft für unsere Kinder vorstellen, dann eine mit Plätzen, die zum Verweilen einladen.
Plätze, an denen Menschen zusammenkommen.
Plätze, die für Menschen gemacht sind.

Bündnis 90/Die Grünen haben dazu im Bezirksparlament einen Antrag eingebracht, welcher vor über einem Jahr beschlossen wurde. Nun gilt es zu handeln und die notwendigen Schritte nicht zu verschlafen.

Ich werde weiter Druck machen, dass wir endlich mehr Aufenthalsqualität und ein lebenswerteres Umfeld im Biesdorfer Zentrum erhalten.

 

veröffentlicht am 12.12.2020